Verkehrsteilnehmerschulung mit Auffrischung in Erster Hilfe

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Published on: 2. November 2014

Digital CameraAm 29.10.14 fand wieder eine sehr gut besuchte Verkehrsteilnehmerschulung für Senioren statt. Dieses Mal wurden auf vielfachen Wunsch die etwa 80 Zuhörer über richtiges Verhalten im Falle eines Verkehrsunfalls informiert. Polizeihauptmeister Mike Hengelhaupt rief z. B. den Anwesenden noch einmal eindringlich ins Gedächtnis, was bei einem Unfall als Erstes zum Eigenschutz und Rettung aus Gefahr zu tun ist:  Sofort Warnblinkanlage einschalten, die griffbereit liegende Warnweste anziehen, Warndreieck in ausreichender Entfernung ( innerorts etwa 50 m, auf Landstraßen etwa 100 m, auf Autobahnen 150 bis 200 m) aufstellen. Hand auf’s Herz : Wo liegt Ihre Warnweste? Besitzen Sie auch eine für den Beifahrer? Und unter welchen Gepäckbergen ist Ihr Warndreieck im Kofferraum vergraben?

Digital CameraEin versierter Rettungssanitäter vom DRK Schmalkalden, Herr Kittner, gab uns neben vielen wichtigen Infos zur Ersten Hilfe Hinweise, wie wir uns am besten beim Absetzen des Notrufs verhalten sollten:  Falls Personen verletzt wurden, einen kurzen Überblick verschaffen, so schnell wie möglich die 112 anrufen, dabei kurz fassen und möglichst die fünf „W“ beachten:

Wo? Mit möglichst exakter Ortsbeschreibung.  Was ist passiert? Wieviel Verletzte? Welche Art von Verletzungen? ( z.B. Blutungen, Bewusstlosigkeit o.ä.) Warten auf Rückfragen, also Handy für Rückrufe der Rettungsleitstelle unbedingt eingeschaltet lassen!

Übrigens ist jeder Bürger laut BGB zur Hilfeleistung verpflichtet.

Herr Kittner informierte uns ausführlich, was wir wann und wie tun sollten, wenn wir Zeuge eines Unfalls werden bzw. selbst beteiligt sein sollten.Um nur Einiges herauszugreifen: Blutungen mit Material aus dem Verbandskasten stillen. Bei nichtansprechbaren Menschen prüfen, ob die Atmung intakt ist. Wenn ja, in stabile Seitenlage bringen. Wenn nein, den Bewusstlosen auf den Rücken legen und sofort mit Herzdruckmassage beginnen: Mindestens 60x pro Minute mit beiden übereinandergelegten Händen und dem Handwurzelbereich kräftig den Brustkorb etwa im unteren Drittel des Brustbeins runterdrücken, ein anderer Helfer kann nach jeweils 30-40 Druckmassagen 2x Mund-zu-Nase-Beatmung vornehmen. Wenn vorhanden, unbedingt andere Helfer unter eindeutiger Aufgabenverteilung mit hinzuziehen. Nach dem theoretischen Teil seiner Ausführungen demonstrierte der Rettungssanitäter an einem Dummy, wie eine korrekte Herzdruckmassage und Beatmung vorzunehmen sei.

Digital CameraEs gab von den Zuschauern viele interessierte Nachfragen, und zwei mutige Damen waren auch bereit, das eben Gehörte praktisch umzusetzen. Es wurde sehr schnell klar, dass diese Form der Hilfe ziemlich anstrengend werden kann und besser abwechselnd zu zweit vorgenommen werden sollte. Auf Nachfrage wurde auch noch einmal das Verbringen in stabile Seitenlage gezeigt.  Wir hoffen, dass die meisten Besucher dieser Veranstaltung viele wertvolle Hinweise bekamen, die ihnen im Notfall besser helfen werden, umgehend das Richtige zu tun und damit in Not geratenen Mitmenschen zu helfen. Das gilt übrigens nicht nur für Verkehrsunfälle, sondern auch für gesundheitliche Notfälle in unseren Familien.

Fazit: Wir haben alte Kenntnisse aufgefrischt und viel Neues dazugelernt!

E.H.-C.

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